Antiker Gürtel aus Siebenbürgen, ca. 1720
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Siebenbürgischer Damen-Gürtel aus Samt & Brokat, um 1720
Opulente Festtagstracht des 18. Jahrhunderts
Dieser prachtvolle antike Damengürtel aus der Zeit um 1720 ist ein seltenes und opulentes Beispiel für eine siebenbürgische Festtagstracht, das die reiche stilistische Verschmelzung deutscher und ungarischer Traditionen widerspiegelt. Gefertigt aus Samt und Brokat, zeichnet sich der Gürtel durch elf runde Buchteln (Rosen) aus, die jeweils von gotisch anmutenden Blättern gerahmt und mit roten oder grünen Glassteinen verziert sind, was die Vorliebe der Region für kostbare Materialien und ornamentale Details unterstreicht.
Barocke Schließe und zeremonielles Design
Im Zentrum befindet sich eine schwere Barockschließe, die kunstvoll mit Augustenranken verziert ist. Sie lässt sich sicher mit einem Ringverschluss schließen – ein Design, das sowohl funktional als auch zeremoniell ist und für die siebenbürgische Kleidung des 18. Jahrhunderts charakteristisch war. Mit einer Länge von ca. 89 cm (inklusive Ring) befindet sich der Gürtel in einem sehr guten Zustand, wobei eine Fassung/Rose fehlt – ein kleiner Makel, der seiner Gesamtwirkung keinen Abbruch tut.
Kulturelle Identität und Bedeutung für Sammler
Dieser seltene Gürtel ist ein herausragendes Beispiel für ethnographischen Schmuck, historische Trachtenaccessoires und dekorative Kunst von Museumsqualität. Er bietet einen lebendigen Einblick in die kulturelle Identität und handwerkliche Meisterschaft einer der geschichtsträchtigsten Regionen Osteuropas und ist damit ein äußerst begehrtes Stück für Sammler von Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts.