Baumwollkorsett mit Kordelzug, ca. 1825–1830 – Regency-Mode, seltenes Beispiel aus dem frühen 19. Jahrhundert

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Dieses antike kordierte Baumwollkorsett aus der Zeit um 1825–1830 ist ein schönes Beispiel für die späte Regency-Mode und die Korsetterie des frühen 19. Jahrhunderts. Gefertigt aus robuster weißer Baumwolle, verfügt es über wunderschön geformte Brustpartien und traditionelle Knochenösen, von denen zwei fehlen – ein häufiges altersbedingtes Detail bei Kleidungsstücken dieser Epoche. Auf der linken Schulter ist der Name der Trägerin mit Tinte vermerkt, was eine seltene persönliche Note und eine wertvolle Provenienz hinzufügt.

Korsetts dieser Ära waren typischerweise kordiert, das heißt, Baumwollschnüre wurden in Reihen in den Stoff eingenäht, um Struktur und sanfte Formgebung zu gewährleisten. Diese Technik war charakteristisch für Übergangskorsetts zwischen der hoch taillierten Regency-Silhouette und den definierteren Sanduhrformen der 1830er Jahre. Solche Kleidungsstücke wurden oft in kleineren Größen gefertigt, für schlanke Frauen gedacht und unter leichten Kleidern getragen, um eine glatte, längliche Linie zu schaffen – ein Markenzeichen der Regency-Kleiderästhetik.

Das Korsett befindet sich in mäßigem Zustand. Es weist mehrere Flecken (deren genaue Art unbekannt ist), einige Ausfransungen an den Rändern und allgemeine Gebrauchsspuren auf. Trotz dieser Unvollkommenheiten sind Korsetts dieser Art extrem selten, und eines zum Kauf zu finden, ist noch seltener. Als authentisches Beispiel der kordierten Korsettkonstruktion des frühen 19. Jahrhunderts bietet es wertvolle Einblicke in die Entwicklung der Damenunterwäsche während der Regency- und frühen Romantikzeit.